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25 Jahre Passform für Frauen: Lerne Osprey Athletinnen besser kennen

#ospreyeurope

Um 25 Jahre Frauenrucksäcke zu feiern haben wir uns mit drei Osprey Athletinnen und Botschafterinnen über ihren Sport, ihre Inspirationen, ihre Pläne für 2019 und ihre Tipps, die sie sich selbst als Teenager geben würden, unterhalten.

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Wie bist du zu deinem abenteuerlichen Lebensstil gekommen?

Alles begann mit einem Fallschirmsprung für einen wohltätigen Zweck, als ich Anfang 30 war. Darauf folgte eine Fahrradtour in Peru für dieselbe Wohltätigkeitsorganisation. Davor war ich überhaupt keine große Abenteurerin. Nach 2 weiteren Fahrradtouren im Ausland – zu der Zeit war ich immer noch als Unternehmensberaterin tätig – wechselte ich von der Kundin zum Teammitglied und wurde schließlich Leiterin. Nach und nach sagte ich immer öfter zu. Das hat mein Leben vollkommen verändert! Mein Abenteuerleben fing erst richtig an, als ich 2010 als Freelancerin durchstartete und begann, größere Berge zu besteigen und an weiter abgelegene Orte zu gehen.

Wer ist dein größtes weibliches Idol, in deiner Sportart oder in einem anderen Bereich?

Rebecca Stephens. Die erste Britin, die den Everest erklommen hat, und die erste Britin, die die 7 Summits bewältigt hat. Genau wie ich kletterte auch sie zuvor nicht, kam aber durch ihren Beruf als Journalistin in den frühen 90ern an der Nordseite des Everest zum Bergsteigen. Sie beabsichtigte eigentlich nicht, über das Basislager hinaus zu gehen, aber schließlich trieb es sie doch ein bisschen weiter. Einige Jahre später, nach viel Training, Spendensammlung und harter Arbeit, stand sie auf dem Gipfel der Südseite des Everest. Bei jedem meiner Vorträge zitiere ich ihr Buch „On Top of the World“. „Deine Augen sind wie eine Kameralinse: Du richtest den Fokus auf das, was wichtig ist.“ Ich bin auch ein großer Fan von Junko Tabei, die erste Frau, die 1975 den Everest-Gipfel erklomm. Zu diesem Zeitpunkt hatten es nur 38 Bergsteiger bis zum Gipfel geschafft! Ihr Buch „Honoring High Places“ ist eine gute Lektion darüber, nicht aufzugeben.

Welchen Tipp würdest du dir selbst geben, wenn du wieder 12 wärst?

Sei mutig, sei tapfer und engagiere dich! Als Jugendliche war ich sehr schüchtern und nur an Pferden interessiert. Aber wenn man nicht auch einmal etwas anderes ausprobiert, findet man nie heraus, was einem liegt oder wirklich Spaß macht. Hör nicht auf jene, die dir sagen, du könntest in dieser oder jener Sache nicht gut sein. Versuch es einfach, denn nur du selbst kannst entscheiden, was dir gefällt und was nicht!

Was sind deine Ziele für das Jahr 2019?

Ich hoffe, es wird ein großartiges Jahr! Mein Hauptziel ist, die 7 Summits zu vervollständigen. Mir fehlen „nur noch“ die Carstensz-Pyramide und der Mount Vinson. Ich arbeite hart daran, Gelder zu sammeln – zum einen für meine eigenen Expeditionen, zum anderen weiterhin für die Wohltätigkeitsorganisation Place2Be. Sie setzt sich für die psychische Gesundheit von Kindern ein, daher möchte ich auf sie aufmerksam machen. Außerdem habe ich mich zu einem Halb-Ironman Rennen angemeldet, der Ende Mai stattfinden wird. Deshalb trainiere ich ziemlich intensiv und bin nebenbei auch in meiner Arbeit als Expeditionsführerin und Outdoor-Trainerin sehr beschäftigt. Ich habe viel vor, aber mir gefällt mein jetziges Leben. Wahrscheinlich hole ich einfach das nach, was ich in meinen „Kenn-ich-nicht-mach-ich-nicht“-Jahren eben nicht getan habe! Ich wünsche allen ein tolles Jahr 2019!


Wie bist du zum Mountainbiken gekommen?

Da ich auf einem Bauernhof aufgewachsen bin, fuhr ich als Kind ständig Fahrrad. Ich wurde immer von meinem großen Bruder auf unseren selbstgebauten Strecken aus Brettern und Ziegeln herausgefordert. Als ich 15 war, trat mein Bruder dem örtlichen Fahrradverein bei und fing an, Rennen zu fahren. Ich kam als Zuschauerin mit und es dauerte nicht lange, bis er mich dazu überredet hatte, es auch einmal auszuprobieren. 25 Jahre später bin ich immer noch mit dem Rad unterwegs und fahre Rennen!

Wer ist dein größtes weibliches Idol, in deiner Sportart oder in einem anderen Bereich?

Das ist vermutlich eine der Top-Mountainbikerinnen, als ich mit dem Rennradfahren anfing, Anne Caroline Chausson. Sie beherrschte unseren Sport viele Jahre lang mit so viel Können und Stil auf dem Rad. Ich wollte immer einfach wie sie sein und meinen Sport für sich sprechen lassen.

Welchen Tipp würdest du dir selbst geben, wenn du wieder 12 wärst?

Lerne eine Fremdsprache, denn du weißt nie, wohin dich das Leben führt. Ich hasse es, kein Französisch sprechen zu können, obwohl ich über die Jahre so viel Zeit in Frankreich verbracht habe.

Was sind deine Ziele für das Jahr 2019?

Mein Ziel ist, nach der Geburt meines ersten Kindes, Toby, wieder fit zu werden. Ich habe mich für ein 6-tägiges Enduro-Rennen in der Provence in Frankreich angemeldet. Ich freue mich riesig darauf, mich wieder auf den Rennsattel schwingen zu können!


Wie bist du zum Klettern gekommen?

Das war in Wahrheit nur ein Zufall. Zum ersten Mal bin ich bei einer Geburtstagsfeier in einer örtlichen Kletterhalle geklettert. Ich war 11 Jahre alt und wusste nichts übers Klettern. Ich dachte, es sei eher eine Freizeitbeschäftigung wie Bowling oder Billard (nichts gegen Profisportler in diesen Disziplinen!). Dennoch hatte ich großen Spaß am Klettern und mir gefiel auf Anhieb das Gefühl, an der Wand zu sein, mich vollständig darauf zu konzentrieren, wie ich den nächsten Griff angehe, und mich selbst herauszufordern, sowohl körperlich als auch geistig.

Danach fing ich an, einmal pro Woche zu klettern. Damals machte ich viel Sport und liebte Wettkämpfe, daher nahm ich bereits einen Monat nach meiner ersten Klettererfahrung an einem Wettkampf teil. Zwei Monate nachmeinem ersten Besuch in der Kletterhalle nahm ich dann an der schwedischen Jugendmeisterschaft teil und erreichte den zweiten Platz. Daraufhin ließ ich alle anderen Sportarten fallen und konzentrierte mich nur noch aufs Klettern. Ich nahm an möglichst vielen Wettkämpfen teil, in Schweden, aber auch am Europacup. Es ist verrückt darüber nachzudenken, was passiert wäre, wenn ich nicht zu dieser Geburtstagsfeier in der Kletterhalle gegangen wäre. Ich bin sicher, dass ich früher oder später trotzdem zum Klettern gekommen wäre, aber wahrscheinlich eher viel später als früher.

Wer ist dein größtes weibliches Idol, in deiner Sportart oder in einem anderen Bereich?

Viele der Frauen in meinem Umfeld inspirieren mich und ich kann mich glücklich schätzen, einige davon als enge Freundinnen zu haben, zum Beispiel Sasha DiGiulian und Emma Svensson. Ich bewundere Leute, die ihre Leidenschaften verfolgen, hart arbeiten und wirklich gute Menschen sind.

Beim Klettern finde ich es sehr motivierend, andere Frauen zu sehen, die an ihre eigenen Grenzen gehen und sich so auch allgemein für Frauen im Klettersport einsetzen. Lynn Hills Besteigung der „Nose“ im Yosemite-Nationalpark, Margo Hayes’ zwei 9a+ und Angela Eiters 9b sind drei Beispiele für wegweisende Frauen, die mich ebenfalls inspirieren.

Welchen Tipp würdest du dir selbst geben, wenn du wieder 12 wärst?

Aufzuhören, mir über kleine Dinge den Kopf zu zerbrechen und immer mit dem Strom schwimmen zu müssen. Bestreite dein eigenes Rennen und bleib dir immer selbst treu. Ich war schon immer groß (mit 1,77 m sogar sehr groß für eine Kletterin). Als Teenager sah ich das als Hindernis, insbesondere beim Klettern, da ich dadurch hervorstach. Ich würde meinem 12-jährigen Selbst gerne sagen damit aufzuhören, mich mit anderen zu vergleichen, es einfach hinzunehmen, dass wir alle verschieden sind und Wege zu finden, diesen Unterschied als Vorteil zu nutzen.

Was sind deine Ziele für das Jahr 2019?

In diesem und im kommenden Jahr liegt mein Schwerpunkt auf dem Sportklettern im Freien. Ich möchte so gut wie möglich darin werden und möglichst anspruchsvolle Routen klettern. Ich habe mir verschiedene Projekte für dieses Jahr vorgenommen, aber die behalte ich erst mal für mich …

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