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Bushcraft 2. Teil: In der Wildnis Erfolg haben

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2. Teil

In dieser zweiteiligen Blogserie sprechen wir mit der Wildnisführerin und TV-Moderatorin Megan Hine über die Grundelemente zum Überleben in der Wildnis, auch „Bushcraft“ genannt. Nach ihrem Abschluss in „Outdoor-Studies“, begann Megan Unterricht zum Thema Bushcraft im Vereinigten Königreich zu geben und sie leitete ebenfalls für mehrere Jahre internationale Expeditionen, bevor sie Beraterin für TV-Abenteuershows wurde. Heute konzentriert sich Megan hauptsächlich darauf, geeignete Locations in der Wildnis zu finden und die Sicherheit der Crew zu Beginn der Dreharbeiten zu gewährleisten.

4. BEHÄLTER

Wenn ich mir eine Wasserflasche oder einen Behälter aussuche, egal ob aus der Natur oder von Menschenhand gemacht, wäge ich immer als Erstes ab, ob das Gefäß feuerfest ist. Ich weiß: Viele Leute vertreten die Ansicht, Wasser direkt aus der Wasserquelle zu trinken sei ungefährlich. Das ist aber keineswegs der Fall, denn man kann nie wissen, ob weiter oben nicht ein Tier im Wasser gestorben ist oder hineingekotet hat. Mikroben, Protozoen, Bakterien und Viren sind so winzig, dass man sie mit bloßem Auge nicht erkennt. Manche von ihnen können sogar mehrere Jahre in unserem Organismus überleben, bevor sich irgendwelche Symptome zeigen. Es sei denn, mir bleibt wirklich keine andere Wahl, halte ich immer an meinem Mantra fest:

Erst Filtern (bei hohem Anteil an Ablagerungen oder organischen Substanzen), dann erhitzen (kochen) oder reinigen (mit Chlor).

5. TAUWERK

Für Tauwerk und Seile gibt es draußen in der freien Natur unzählige Einsatzmöglichkeiten. Wenn man sich das bewusst macht, wird einem schnell klar, wie wichtig diese sind. Von Schnürsenkeln über Abspannleinen für Zelte bis hin zu Angelschnuren, Fischernetzen, Seilen zum Verschnüren der verschiedenen Teile für den Unterschlupf und vielem anderen mehr: Seile, und Tauwerk sind grundlegende Elemente fürs Überleben in der Wildnis.

Neben meinem Messer und meiner Ausrüstung zum Feuermachen, die in ein kleines Gefäß passen, habe ich bei meinen Expeditionen als Beraterin für TV-Sendungen einen kleinen wasserdichten Beutel mit aufgeschossenem Paracord-Seil. Das kann ich dann bei Bedarf schnell herausziehen, ohne dass es sich verheddert.

Aber was ist, wenn man kein Paracord-Seil dabeihat? Zuerst solltest du dich immer fragen – „wofür brauche ich dieses Tauwerk?“.

Seile und Tauwerk herzustellen ist meist sehr zeitaufwendig. Als vorübergehende Befestigung oder um etwas zusammenzuhalten, können eine minimal bearbeitete Baumwurzel oder ein paar weiche Äste manchmal schon ausreichen. Zum Angeln oder für einen Fiedelbohrer musst du dir allerdings mehr Zeit nehmen, um die Schnur so zu bearbeiten, dass sie ausreichend stabil wird.

Bei der Auswahl der Pflanzen oder Bäume achte ich insbesondere darauf, ob sie sich aufgrund ihrer Eigenschaften für mein Seil eignen. Ihre Namen spielen dabei keine Rolle. Folgende Eigenschaften stehen bei der Materialsuche im Vordergrund:

Die Biegefähigkeit – wie einfach sich das Seil knicken und biegen lässt.

Die Knotenfestigkeit – wie gut das Seil verknotet bleibt. Wenn du langes Haar hast und versuchst, es zu einem Knoten zu binden, hält es nicht, da es keine Knotenfestigkeit hat.

Die Stärke – je stärker, desto besser.

Die Länge – je länger die Fasern, desto besser. Ich habe schon Schnüre aus Disteln gemacht, diese sind aber nicht besonders stabil und sehr zeitaufwendig in der Herstellung.

6. KONZENTRATION

Ich würde noch ein sechstes Grundelement hinzufügen, nämlich Konzentration. Nur mit scharfer Konzentration und opportunistischem Verhalten können die ersten fünf Grundelemente geschaffen werden.

Den Kopf in der Wildnis abzuschalten kann sehr gefährlich werden.

Unserem Gehirn steht täglich nur eine begrenzte Menge an Energie und Ressourcen zur Verfügung. In besonders schwierigen Situationen ist es daher entscheidend, den Leistungsabfall zu mindern, um uns darauf zu konzentrieren, unsere Lage zu verbessern. Die beiden wichtigsten Dinge, um Energie freizumachen, sind Akzeptanz und Routine.

Das ist der erste Schritt in jeder Situation, in der Ausdauer und Belastbarkeit gefragt sind. Wenn unser Verstand danach greifen kann, dann wird plötzlich ganz viel Energie und Platz in unserem Kopf frei und wir können uns auf Dinge konzentrieren, die wir ändern und beeinflussen können wie unsere Geisteshaltung und unsere täglichen Aktivitäten.

In der Wildnis muss ich jede Situation zunächst einmal so akzeptieren, wie sie ist. Anschließend versuche ich, eine gewisse Routine aufrechtzuerhalten. Ich weiß zum Beispiel, dass ich mich leicht ablenken lasse und ich daraufhin das Gefühl habe, die Orientierung verloren zu haben. Dann neige ich dazu, zu viel nachzudenken, sofern ich nicht etwas habe, auf das ich mich konzentrieren kann. Routine hilft mir dabei.

Auf Expeditionen besteht diese Routine daraus, wie ich meine Hängematte oder mein Zelt jeden Abend aufbaue, wie ich die Ausrüstung in meinem Lager organisiere, in welcher Reihenfolge ich Wasser finde und reinige, angle und Feuerholz suche. Das ist besonders wichtig, denn je länger ich unterwegs bin, desto mehr drohen Müdigkeit oder Erschöpfung meine Situation zu beeinträchtigen. Dank meiner Routine weiß ich, dass ich meine Grundbedürfnisse jeden Tag befriedigen kann, wodurch ich das Risiko, aufzugeben und morgens gar nicht erst aufzustehen, minimiere.

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